Die Gartenfräse – Das Arbeitstier im Garten

Was ist eine Gartenfräse?

Eine Gartenfräse ist ein praktisches Bodenbearbeitungsgerät für jeden Gärtner und Hobbygärtner. Sie ist das ganze Jahr über einsatzfähig, bis auf extreme Wintertage mit gefrorenen Böden. Mit der Fräse kann der Boden anstelle eines schweren Pflugs im Frühjahr bearbeitet werden. Die Gartenfräse arbeitet zusätzlich alle möglichen organischen Materialien ein, wie zum Beispiel Gründüngung oder Erntereste. Ein Vorteil durch das Arbeiten mit einer Gartenfräse ist, dass durch das Auflockern Sauerstoff in den Boden gelangt. Hierdurch können organische Massen schnell abgebaut werden. Bei mittelschweren bis leichten Böden ist es in einem Arbeitsgang möglich, ein fertiges Pflanzen- oder Pflanzbett herzustellen. Wird ein besonders feiner Boden benötigt, dann sollte die Gartenfräse sehr langsam gefahren werden. Nachteil ist, dass durch ein häufiges Arbeiten mit der Fräse eine Entmischung der Kornfraktionen stattfindet.

Einsatzbereich einer Gartenfräse

Ein eigener Garten bedeutet immer viel Arbeit und Pflege. Viele Arbeiten sind sehr kraftraubend und zeitaufwendig. Bei einer Fläche von 100 Quadratmetern ist das beste Hilfsgerät eine Gartenfräse. Sie gibt es in elektrischer Form, mit Benzinmotor und mit einem Akku. Die höchste Kraft weist die benzinbetriebene Gartenfräse auf, im Vergleich zur elektrischen. Da ein Boden im Frühjahr umgegraben und gedüngt werden muss, ist das die beste Einsatzzeit für eine Fräse. Bei kleineren Flächen wie zum Beispiel 10 Quadratmeter, lohnt sich eine Anschaffung nicht und die Fräse wäre deutlich überdimensioniert. Hier würde sich als Alternative ein Spaten anbieten. Eine Gartenfräse ist eher für große Nutzgärten geeignet, ansonsten reichen einfache Handgeräte.

Die Motorhacke

Ein ideales Gartengerät für die Lockerung des Bodens ist auch eine Motorhacke. Sie dient der Unkrautbekämpfung und kann Tiefen bis zu 2 und 10 Zentimeter erzielen. Ähnlich wie bei der Fräse wird die Bodenlockerung durch starre, drehende und abgewinkelte Hackmesser an einer horizontalen Welle durchgeführt. Die Hackmesser der Motorhacke sind aber im Vergleich zu einer normalen Fräse etwas kleiner beziehungsweise kürzer. Die Messer zerschneiden den Boden und hinterlassen eine Art von Krümel. Bei einem triebradlosen Modell einer Motorhacke erfolgt die Weiterbewegung durch eine angetriebene Hackwelle. Einige Räder werden hierbei teilweise bei den triebradlosen Hacken angebracht, damit es leichter geführt werden kann. Besonders der Transport außerhalb des Gartenbeetes wird durch die Räder vereinfacht. Einige Modelle besitzen Antriebsräder, sogenannte Triebradhacken. Durch einen in den Boden eindringenden Bremssporn kann die Arbeitstiefe des Gerätes über ein verstellbares System eingestellt werden. Die Bedienung erfolgt über die Handgriffe, die immer in die Arbeitsrichtung geführt werden. Die Breite der Arbeitsfläche einer Hacke ist zwischen 10 cm und 100 cm. Sie kann durch den An- und Abbau von Hacksternen variabel verändert werden. Aus Gründen des Unfallschutzes müssen die Hacksterne in Deutschland durch Schutzhauben abgedeckt sein. Wird eine Ausnutzung der Arbeitstiefe benötigt, kann die Motorhacke den herkömmlichen Spaten beim Umgraben der Erde ersetzen. Inzwischen gibt es Geräte mit einer Antriebsleistung von circa 300 Watt bis 5 kW. Die triebradlosen Motorhacken können durch den Anbau von speziellen Radsätzen anstelle der Hackwerkzeuge zu einem Einachsschlepper aufgerüstet werden.

Einsatzbereich einer Motorhacke

Der Einsatz einer Motorhacke ist ideal bei sandigem bis leicht lehmigen Boden. Selbst wenn der Boden etwas nass oder trocken ist, ist das Arbeiten mit der Hacke kein Problem. Ein solches Gerät entfernt nicht nur das Unkraut, sondern der Boden wird gekrümelt. Das ist besonders für die Wasserversorgung der Pflanzen und der Struktur des Bodens wichtig. Wenn ein Boden sehr lehmig, trocken, tonig oder hart ist, dann dringen die Messer etwas schwerer ein. Auch zu viel Wasser kann ein Problem mit sich bringen. Sollte in diesem Fall mit der Motorhacke gearbeitet werden, dann kommt es im schlimmsten Fall zu einer Verdichtung oder Verschlämmung des Bodens und das Wasser kann nicht mehr abfließen. Man muss jedes Modell an einer kleineren Stelle ausprobieren, um zu testen, wie der Boden im aktuellen Zustand reagiert. So kommt es später nicht zu bösen Überraschungen.

Elektro- und Motorfräse

Eine Elektrofräse hat eine gute Leistung. Mit ihr kann spielend leicht der Boden aufgelockert und umgegraben werden. Die Geräte sind robust und langlebig. Eine Motorfräse wird durch einen 4-Takt-Motor betrieben. Die meisten Modelle benötigen Benzin bleifrei. Dies wird in einen großen Tank gefüllt und reicht je nach Tankgröße für ein großes Stück Gartenfläche. Dazu kommt, dass Motorfräsen viel Öl benötigen, damit der Motor nicht kaputt geht. Das ist einer der Nachteile, denn auch Öl und Benzin kosten Geld. Vorteil einer Motorfräse ist, dass man flexibel überall hinkommt und die Geräte meistens sehr leistungsstark sind. Da auf ein Kabel verzichtet wird, bleibt man beim Arbeiten nirgendwo hängen und man kommt auch in die hinterste Ecke der Gartenfläche. Eine Elektrofräse dagegen hat bei Standardmodellen eine Leistung von 230 Volt, beziehungsweise 2.000 Watt. Sie ist ebenso leistungsstark, aber nicht so flexibel.

Alternativen zur Gartenfräse

Es gibt viele Alternativen, um den Boden im Garten umzugraben oder zu lockern. Eine Alternative zur Gartenfräse ist die Gartenkralle oder die Pendelhacke. Eine Gartenkralle wird genau wie eine Fräse eingesetzt, um neuen Boden unterzumischen, zu lockern, aber auch, um Unkraut zu ziehen. Sie wird vor allem im privaten Bereich eingesetzt, da durch die Gartenkralle nur relativ kleine Flächen bearbeitet werden können. Ansonsten würde es viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen und auch sehr kraftaufwendig sein. Elektrische Geräte sind dagegen deutlich komfortabler. Eine Pendelhacke ist ebenfalls äußerst praktisch. Mit ihr können Unkraut gejätet und der Boden aufgelockert werden. Mit einer Pendelhacke kann das Unkraut stoßend und ziehend abgeschnitten werden. Alles was abgeschnitten wurde, kann als Mulch liegengelassen werden. Ein Vorteil einer Pendelhacke ist, dass man gerade stehend arbeiten kann und der Rücken geschont wird. Einiges an Kraft muss aber dennoch aufgewendet werden.

Eine hochwertige Fräse erleichtert die Gartenarbeit enorm. Folgende Aufgaben fallen damit viel leichter: Das Umgraben, das Pflügen sowie das Durchhacken.

Es gibt sie strombetrieben und mit Benzinmotor – und mit beiden Antriebsarten ist sie ein toller Helfer bei der Gartenarbeit. Gartenfräsen werden ähnlich einem Rasenmäher über den Boden geschoben und übernehmen Arbeiten wie das Hacken, Graben und Pflügen der Beete und Rasenflächen.

Sie sind beinahe so etwas wie ein Gehilfe bei der Gartenarbeit – und sind echt nützlich. Speziell im Frühling erweisen sie sich als nützlich. Als herkömmliches Gartenwerkzeug dient zum Umgraben ein Spaten.

Der Boden wird durch das Umgraben aufgelockert und für die anstehende Bepflanzung bereit gemacht. Mit dem Umgraben des Bodens soll eine bessere Durchlüftung der oberen Schicht des Erdreiches erreicht werden. Das Unkraut im Boden fällt dem Spaten beziehungsweise der Fräse ebenfalls zum Opfer.

Gute Multifunktionsfräsen können jedoch noch weitere Aufgaben im Garten erfüllen: Man kann mit einer Gartenfräse auch Kanten schneiden, Fugen reinigen und Kartoffeln aufhäufeln. Eine Fräse bietet sich damit sehr für den Nutzgarten an, in dem Obst und Gemüse angebaut werden.

Auch Rasenflächen lassen sich mit der Fräse auflockern. Allerdings sind diese Geräte ziemlich teuer. Qualität hat eben ihren Preis. Die Gartenfräse arbeitet sich zügig durch das Erdreich und lockert auch Rasen und Beete auf.

Speziell die benzinbetriebenen Fräsen machen ordentlich Dampf. Für die elektrischen Ausführungen muss natürlich Strom im Garten sein. Bequem und für alle Gartenarbeiten zu haben – moderne Gartenfräsen sind echte Alleskönner.

Lohnt sich der Kauf deshalb für jeden? Nein. Geeignet ist die Gartenfräse für größere Nutzgärten, die immer wieder gepflügt werden müssen. Je größer der Garten, desto schneller macht sich die Anschaffung wieder bezahlt.

Für kleine Beete reichen auch Handgeräte wie Pflug, Zahn und Spaten. Loslegen kann man, sobald das Erdreich nicht mehr gefriert. Das ist meistens ab März der Fall.